Antwort auf Anfrage zum TSG von Grüne Kandidatin Sylvia Kotting-Uhl

Hintergrund kann hier nachgelesen werden: https://rosa.einhoerner.club/btw17-tsg/

8 Tage nach meine Anfrage antwortete mir die Kandidatin der Grünen, Sylvia Kotting-Uhl.

Hier der unkommentierte Text:

Guten Tag <Name entfernt>,

seit Jahren fordern meine Bundestagsfraktion und ich eine Abschaffung des veralteten Transsexuellengesetzes, das nach über 30 Jahren nicht dem Stand der Wissenschaft entspricht und die Menschenrechte von transsexuellen Personen mit Füßen tritt. 

Das Verfahren für die Änderung der Vornamen und Berichtigung des Geschlechtseintrages wollen wir deutlich vereinfachen und nur vom Geschlechtsempfinden des Antragstellers abhängig machen. Die Transsexualität kann nicht diagnostiziert werden, nur die Antrag stellende Person selbst kann letztlich über ihr Geschlecht Auskunft geben. Es wird zudem auf die Anrufung eines Gerichts verzichtet. Der Antrag ist bei den Standesämtern zu stellen, so dass die Berichtigung im Rahmen eines Verwaltungsaktes unbürokratisch erfolgen soll. Sobald die menschenunwürdige Begutachtungspraxis abgeschafft wird, kann die therapeutische Begleitung tatsächlich den Zweck der Hilfestellung erfüllen und der Prozess der Transition für Betroffene berechenbarer werden.

Geschlechtszuweisende Operationen an Kindern wollen wir grundsätzlich verbieten. Eine angemessene Entschädigungsregelung für Inter*Menschen soll gemeinsam mit deren Vertreter*innen erarbeitet werden. Mit einem bundesweiten Aktionsplan für Vielfalt und gegen Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit wollen wir Forschung, Aus- und Fortbildung bei Polizei, Justiz und anderen staatlichen Akteuren verstärken. Bildungs- und Jugendpolitik soll Menschenrechte und die Vielfalt sexueller Identitäten stärker berücksichtigen.

Meine Bundestagsfraktion und ich haben im Mai ein modernes Selbstbestimmungsgesetz vorgeschlagen, dessen Leitbild die persönliche Freiheit und nicht irgendwelche Ordnungsvorstellungen über die Geschlechter ist. Es ist höchste Zeit, dass die tatsächliche Vielfalt von Geschlechtern akzeptiert wird, anstatt transsexuelle Menschen in vorgegebene Raster zu pressen und ihnen das Leben schwerzumachen.

Mit freundlichen Grüßen
Sylvia Kotting-Uhl

Sie schreibt immer von Transsexualität, was mit etwas unangenehm aufstößt, denn es ist keine Sexualität sondern eine Geschlechtsidentität. Deshalb ist der begriff transgender Person oder Transgeschlechtlichkeit da besser.
Der zweite Absatz gefällt mir durchaus gut. Sie spricht die Zwangs-OPs von inter Personen an, verwendet geschlechtergerechte Sprache und spricht auch wichtige Aspekte wie Bildung und Repräsentation sowie Akzeptanz und Toleranz an.

Alles in allem eine positive Antwort, auch wenn manche Begriffe noch etwas veraltet und unpassend sind.

Veröffentlicht von

tuex

Enby, Ace und definitiv queer.

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